In der besagten Silbernen Woche nun, kam mich SE mit ihren Eltern besuchen. Erst waren sie einige Tage in Tokyo um ihre Tochter abzuholen und dann fuhren sie mit dem Shinkansen bis nach Osaka und danach mit dem Bus zu mir.
Wir verbrachten sehr schöne Tage miteinander. Alle schliefen in meiner kleinen Wohnung, ich in dem einen und die drei in dem anderen Zimmer. Morgens frühstückten wir in Ruhe und ich brachte der Mutter bei wie man deutsche Frühstückseier zubereitet. Als Gegenleistung brachte sie selbstgemachtes Kimchi und meine Lieblingsschokoriegel und den tollen Roten Ginseng Tee mit. Ein guter Tausch.

Volle Brücke (Kazurabrücke).
Für Sonntag und Montag mietete ich ein Auto und wir fuhren zur berühmten Lianenhänegbrücke (Kazurabashi). Auf diese Idee kamen aber noch viele viele andere Japaner, sodass wir zwar nicht im Stau standen, aber vor der Sehenswürdigkeit mussten wir eine halbe Stunde anstehen. Die Vorfreude wurde dadurch gesteigert und trotz der vielen Menschen machte es viel Spaß über die Brücke zu gehen.

Die Brücke von weitem.
Am nächsten Tag fuhren wir zu den Strudeln. Wieder machten uns dies alle nach, deshalb standen wir über eine Stunde im Stau und kamen dadurch superpünktlich, statt eine Stunde zu früh. Die Strudel waren schön groß und deutlich zu erkennen. Es war so voll, dass ich manchmal (einmal), obwohl ich direkt am Fenster stand, nicht rausgucken konnte. Anschließend fuhren wir ins Deutsche Haus, weil dort gerade eine Essensmesse stattfand. Bier, Kaffee und Würstchen konnte man für aberwitzige Preise erstehen, auch ich ließ mich nicht lumpen und kaufte Süßigkeiten von Bahlsen.

Die Strudel waren sehr heftig und alle Boote knackevoll.
Am gleichen Abend kochte die Mutter von SE mir eine traditionelle Speise die man vor allem im Sommer ißt um die Hitze zu überstehen. Ich würde es mal als salzige Hühnersuppe bezeichnen, aber sie zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsgerichten der Koreanischen Küche. Es ist nicht scharf und für die deutsche Zunge schön salzig. Eine ganze Ginsengwurzel ist auch enthalten, damit hat man dann auch die gesundheitliche Ebene abgedeckt.

Samgettang.
Am Dienstag fuhren wir schon nach Osaka. Wir alle waren schon total kaputt, weshalb wir nur in ein Museum gingen und dann uns auch schon auf den Abend vorbereiteten, sprich, wir suchten ein Restaurant. Tonkatsu (Schnitzelkotelett) gabs und es war gut, aber sehr fettig. Also schnell gesunden grünen Tee hinterher und dann ging es wieder einigermaßen. Vor dem Schlafen gehen noch mit der ganzen Familie einige Bierchen gezischt und Gute Nacht.
Am Mittwoch fuhren wir alle zusammen zum Flughafen und verabschiedeten die Eltern. Ich brachte dann SE zum Shin-Osaka Shinkansen Bahnhof und war dann sofort wieder allein.
Ich nutzte die Gelegenheit um zu Yodobatten (bei Yodobashi Camera zu shoppen) und entdeckte folgendes:

Tragbares Washlet. Das wär doch was.
Vielen Dank für Euren Besuch. Bis zum nächsten Mal in Korea.


